„Die Geschäftszahlen bei den Staatsanwaltschaften des Landes Sachsen-Anhalt
waren im letzten Jahr abermals rückläufig (minus 5,5 %)
Die absolute Verfahrensanzahl beträgt
knapp 250.000. Diese Verfahren werden von insgesamt 230 Staatsanwälten und
Amtsanwälten bearbeitet. Für die gewissenhafte und zügige Erledigung der
Verfahren gebührt ihnen und sämtlichen Mitarbeitern der Behörden in Halle,
Magdeburg, Dessau-Roßlau und Stendal mein Dank. Mehr als 87 % aller
Ermittlungsverfahren gegen bekannte Täter konnten innerhalb von 3 Monaten abgeschlossen
werden. Nach ½ Jahr waren nur noch weniger als 3 % der Verfahren bei den
Staatsanwaltschaften anhängig. Die durchschnittliche Erledigungsdauer betrug
1,6 Monate.
Sehr erfreulich ist der hohe Anteil an
beschleunigten Verfahren. Die Anzahl der Anträge im beschleunigten
Verfahren
Bei der Generalstaatsanwaltschaft in
Naumburg war im letzten Jahr kein wesentlicher Geschäfts-rückgang zu
verzeichnen. Die Anzahl der Beschwerde- und Revisionsverfahren stagniert
auf hohem Niveau (minus 0,7 %). Hier sind 9 Dezernenten, zumeist Oberstaatsanwälte,
und 2 Abteilungsleiter mit über 2.560 Rechtsmittelverfahren befasst gewesen.
In weiten Kriminalitätsbereichen ist ein
Rückgang der Eingangszahlen bei den Staatsanwaltschaften im Land
Sachsen-Anhalt
wegen Betäubungsmittelkriminalität (minus 2,5 %)
wegen Erwachsenenkriminalität (minus 3,5 %)
wegen Jugend- und Heranwachsendenkriminalität (minus 4,5 %)
wegen Ladendiebstahls (minus 5,9 %)
wegen Umweltstraftaten (minus 12,4 %)
wegen rechtsextremistischer Straftaten (minus 14,5 %), mit Ausnahme der
fremdenfeindlichen Straftaten (s.u.)
wegen Korruptionsdelikten (minus 17,2 %; bei äußerst geringer absoluter Anzahl)
wegen Wirtschaftskriminalität (minus 27,5 %)
wegen Verbreitens (jugendgefährdender) einfacher Pornografie (minus 57,5 %).
Gnadenverfahren (plus 11,4 %)
Ermittlungsverfahren wegen Organisierter Kriminalität (plus 23,3 %; bezogen auf
die Anzahl der Beschuldigten)
Rehabilitierungsverfahren (plus 33,6 %)
Ermittlungsverfahren wegen fremdenfeindlicher Straftaten (plus 35,5 %).“
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