Landgericht Magdeburg - Pressemitteilung Nr.: 037/09

 

Magdeburg, den 30. Juli 2009

 

[LG MD] Prozess gegen Gentechnikgegner in Berufung beim Oberlandesgericht Naumburg

 

11 O 2106/08 – 11. Zivilkammer des Landgerichts Magdeburg als Gericht I. Instanz

9 U 116/09 – 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Naumburg als Gericht II. Instanz

 

In obigem Verfahren hat das Landgericht am 11. Juni 2009 ein sogenanntes Grund- und Teil-Urteil verkündet.

 

Das Landgericht hat entschieden, dass die 6 Beklagten grundsätzlich Schadensersatz leisten müssen. Auf der anderen Seite hat es festgestellt, dass der vom Leibnizinstitut insgesamt geltend gemachte Schaden von rund 245.000 € deutlich überhöht ist und die Klage des Instituts bereits in Höhe von rund 141.000 € abgewiesen.

 

Gegen dieses Urteil haben sowohl das Leibnizinstitut als auch die 6 Beklagten Berufung eingelegt.

 

Die Sache liegt dem Oberlandesgericht Naumburg zur Entscheidung vor. Die Frist zur Begründung der Berufung ist noch nicht abgelaufen. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

 

Die weitere Pressearbeit erfolgt von der Pressestelle des Oberlandesgerichts.

 

 

Hintergrund:

 

In dem Rechtsstreit macht das

 

Leibnizinstitut für Pflanzengenetik in Gatersleben als Kläger vertreten durch die Rechtsanwälte Kropf und Rehberger in Saarbrücken

 

gegen 6 Beklagte

 

Susanne M. und Axel M., vertreten durch Rechtsanwalt Heiming aus Heidelberg

Tanja H. und Christian P., vertreten durch Rechtsanwalt Leyrer aus Tübingen

Patrizia B und Mirjam A, vertreten durch Rechtsanwältin Brockmann aus Berlin

 

Schadensersatzansprüche von rund 245.000 € geltend. Die Beklagten haben am 21. April 208 ein Versuchsfeld in Gatersleben u.a. mit gentechnisch veränderten Pflanzen beinahe zur Hälfte zerstört. Dabei wurden sie durch ein Kamerateam und einen Fotografen begleitet.

 

 

 

Christian Löffler

Pressesprecher

 

 

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