Ministerium der Justiz - Pressemitteilung Nr.: 062/09

 

Magdeburg, den 31. Juli 2009

 

Sozialer Dienst der Justiz: 550 Opfer von Straftaten betreut

Magdeburg (MJ). 550 Opfer von Straftaten hat der Soziale Dienst der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr betreut. Knapp 75 Prozent waren Frauen. „Opfer von Straftaten fühlen sich häufig allein gelassen. Ihnen wird professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen und Konflikten, die aus der Straftat resultieren, angeboten“, sagte Justizstaatssekretär Burkhard Lischka. „Auf Wunsch werden sie auch anonym unterstützt.“ Neben Beratungen und Gesprächen für Betroffene und ihre Familien gehört z.B. auch die Begleitung zu Behörden, Ärzten oder Anwälten zu den Angeboten der Opferberatung. Beim Stellen von Anträgen gegenüber Gerichten und Behörden wird Hilfe angeboten. Die Menschen, die sich an die Opferberatung des Sozialen Dienstes wenden, sind überwiegend Opfer von Sexual-, versuchten Tötungs- oder schweren Körper­verletzungsdelikten.

Neben der Opferberatung bietet der Soziale Dienst auch Betreuung für Menschen an, die als Zeugen in Strafverfahren aussagen müssen. Hier verdoppelte sich 2008 im Vergleich zu 2007 die Zahl der betreuten Zeugen auf 868. Um die Zeugenbetreuung am Landgericht und Amtsgericht Magdeburg auszubauen, wurden zwei Sozialarbeiterinnen eingestellt.

Im vergangenen Jahr arbeiteten 141 Frauen und Männer im Sozialen Dienst der Justiz. Den Jahresbericht des Sozialen Dienstes der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt finden Sie unter www.mj.sachsen-anhalt.de.

 

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