Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 092/08
Magdeburg, den 10. Juli 2008
Weitere Lokale Aktionsgruppen
können mit Leadervorhaben beginnen
Wernicke: Akteure verwirklichen eigene Ideen im Interesse der Region
Magdeburg. In
Sachsen-Anhalt können die letzten drei Lokalen
Aktionsgruppen mit der Umsetzung ihrer Leadervorhaben beginnen.
Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke hat heute in Magdeburg den
Lokalen Aktionsgruppen Harz, Nordharz und Börde-Bode-Auen
die Zulassungsurkunden überreicht. Damit sind jetzt alle 23 Leadergruppen, die
am Landeswettbewerb im Juli 2007 teilgenommen haben und zum Teil ihre Konzepte
überarbeiten mussten, für die EU-Förderperiode bis 2013 zugelassen. Bereits im
Februar hatten 20 Lokale Aktionsgruppen ihre Zulassungsurkunde überreicht
bekommen.
Wernicke
hob hervor, dass die Arbeit der Lokalen Aktionsgruppen wesentlich zur
Entwicklung des ländlichen Raumes beitrage. Die Strategie bei Leader sei seit
Jahren darauf ausgerichtet, die Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen
Raum zu verbessern und dabei auf bürgerschaftliches Engagement zu setzen.
Wernicke: „Die Akteure verwirklichen ihre eigenen Ideen im Interesse der
Region.“ Dabei sind diese Vorhaben mit den Entwicklungskonzepten in den
Regionen abgestimmt worden, so die Ministerin. So wollen die Akteure im Harz unter
dem Motto „ Gesund leben in einer gesunden Region“ die regionalen Kräfte zum
Ausbau einer gesunden Umgebung mobilisieren und so die Region für Besucher und
Touristen noch attraktiver machen. Auch im Nordharz sollen vorrangig Projekte
in den Bereichen Tourismus und Gesundheitswirtschaft umgesetzt werden. Die
Aktionsgruppe Börde-Bode-Auen will die Lebensqualität für junge Menschen und
Familien verbessern.
In
der derzeitigen EU-Förderperiode werden Dreiviertel der Landesfläche von Leader
erfasst. Ca. 44 Mio. Euro stehen insgesamt bereit. Die EU beteiligt sich
anteilig an der Finanzierung einzelner Vorhaben. Dazu sollen insbesondere
Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des
ländlichen Raumes (ELER) genutzt werden. Darüber hinaus können Mittel aus dem
EU-Regionalfonds EFRE und dem EU-Sozialfonds ESF genutzt werden.
In
der EU-Förderperiode 2000 bis 2006 hatten zehn Leadergruppen 230 Vorhaben in
Angriff genommen und die letzten werden in den nächsten Wochen abgeschlossen.
Die EU hatte dafür 20 Mio. Euro bereit gestellt.
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