Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 485/11
Magdeburg, den 13. September 2011
Landesregierung zieht Bilanz:
Versorgung mit
Breitbandanschlüssen in Sachsen-Anhalt hat sich deutlich verbessert /
Signifikante Fortschritte in allen Landkreisen
Die Landesregierung hat heute Bilanz zum Stand des
Breitbandausbaus in Sachsen-Anhalt gezogen. Staatsminister Rainer Robra, der in
der Staatskanzlei die Breitbandausbauaktivitäten koordiniert, betonte: „Mit
Stand September 2011 profitieren 280.000 Einwohner in rund 530 Dörfern, Orts-
und Stadtteilen sowie etwa 15.000 Gewerbebetriebe und Freiberufler von geförderten
Projekten, für die ca. 25 Mio. Euro an Fördergeld aufgewendet wurden. Wir haben
in allen Landkreisen signifikante Fortschritte erzielt.“
Die Anschlussquote im Bereich der Grundversorgung
(mindestens 2 MBit/sec. Downloadgeschwindigkeit) lag Ende 2010 in
Sachsen-Anhalt bei 87,3 Prozent (Quelle: Breitbandatlas des Bundes). Das heißt,
schon heute können etwa neun von zehn Sachsen-Anhaltern mit akzeptabler
Geschwindigkeit ins Netz. Robra: „Wenn alle geförderten Projekte vollständig
realisiert sind und der LTE-Ausbau weiter vorankommt, werden wir diese Quote
bis Ende 2012 auf 100 Prozent steigern können. Dann steht die Grundversorgung
auch in den am dünnsten besiedelten Regionen, für die wir eine besondere
Verantwortung tragen.“
Mit der Herstellung der Grundversorgung werde sich die
Landesregierung aber nicht zufrieden geben. Robra: „Das Kabinett hat heute eine
Reihe von Maßnahmen beschlossen, die auf die schnellen Netze der Zukunft mit
Downloadgeschwindigkeiten von mehr als 50 MBit/sec. abzielen. Mit diesen
Maßnahmen werden wir die derzeit in diesem Segment sehr geringe Anschlussquote
von knapp 10 Prozent im Verlauf der Legislaturperiode deutlich steigern.“
Konkret wird die Landesregierung:
- zur Förderung des Breitbandausbaus weiterhin
Mittel bereitstellen, dies wird durch eine Umschichtung der Mittel im
Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raumes (ELER) geschehen;
- den Bund zur Schaffung vorteilhafter
Rahmenbedingungen für einen flächendeckenden Ausbau hochleistungsfähiger
Netze und dessen Förderung auffordern; hier wird sich Sachsen-Anhalt im
Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes einbringen;
- die Grundlagen für die notwendigen bau- und
planungsrechtlichen Voraussetzungen im Landesrecht schaffen, um den Ausbau
des Breitbandnetzes und von Leerrohrsystemen zu erleichtern und zu
beschleunigen; in diesem Zusammenhang soll ein „Infrastrukturatlas Breitband
Sachsen-Anhalt“ aufgebaut werden;
- zur Nutzung von Synergieeffekten prüfen, ob
der geplante Ausbau des Landesverwaltungsnetzes ITN/XT mit
Breitbandausbaumaßnahmen zu verbinden ist;
- die bewährte Zusammenarbeit mit Landkreisen,
Städten, Gemeinden und Kommunalen Spitzenverbänden fortsetzen und alle Maßnahmen
des Breitbandausbaus eng abstimmen.
Abschließend verwies Robra darauf, dass es nach wie vor
vor allem von den Telekommunikationsunternehmen und ihrer Investitionsbereitschaft
abhinge, ob Sachsen-Anhalt weitere große Schritte beim Breitbandausbau gehen
könne: „Wir sind für gewisse Rahmenbedingungen zuständig, aber die
Investitionen müssen die Unternehmen tätigen. Dort, wo sich diese Investitionen
nachweislich nicht rechnen, können wir auch in Zukunft punktuell mit Fördergeld
‚nachhelfen’.“
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de